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Presse /Kritiken
Keine Anfänger, sondern Experten für Anfänge Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Braunschweiger Zeitung   
Dienstag, den 30. November 2010 um 11:48 Uhr

Keine Anfänger, sondern Experten für Anfänge

"Ein paar liefen weg und wurden glücklich" - Ulrike Hatzer erarbeitet ein Theaterstück mit Bürgern

Von Henning Thobaben

Ulrike Hatzer probt mit Bürgern einen theatralen Rundgang.  Foto: Thobaben

Dass alles ein Ende hat, ist bekannt. Aber viel schöner ist doch das Gegenstück, das sich manchmal sogar zeitgleich einstellt. "Ein paar liefen weg und wurden glücklich - Geschichten vom Anfang" heißt das Projekt des neuen Stadt-Theater-Ensembles des Staatstheaters, das am Freitag Premiere feiert.

 
Chinas absurde Helden Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Braunschweiger Zeitung   
Dienstag, den 30. November 2010 um 11:29 Uhr

Chinas absurde Helden

Interview mit Regiestar Meng Jinghui zu seinen Braunschweiger "Lebensansichten"

Meng Jinghui

Experimentelles Theater gibt es sogar im autokratisch regierten China. Einer der erfolgreichsten Regisseure ist Meng Jinghui aus Peking. Seine Gesellschaftssatire "Lebensansichten zweier Hunde" ist als deutschsprachige Erstaufführung am Staatstheater Braunschweig zu sehen. Florian Arnold befragte Meng, 45, per Email zur Theaterszene in China. Seine Antworten wurden von der Braunschweiger Übersetzerin Ma Fengjun übertragen. Fragen zum Umgang der chinesischen Regierung mit Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo blieben unbeantwortet.

 
Operettenrausch mit Hirsch und Kater Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Braunschweiger Zeitung   
Montag, den 29. November 2010 um 10:52 Uhr

Operettenrausch mit Hirsch und Kater

Publikum feiert Premiere von Johann Strauß’ "Fledermaus" im Staatstheater Braunschweig

Von Andreas Berger

Thomas Blondelle als Herr von Eisenstein mit Susanna Pütters als seine Gattin Rosalinde.    Foto: Bernd Karwasz

Ach, wäre doch immer zweiter Akt. Da sind in den einschlägigen Operetten die umständlichen Intrigen geschürt, die Kostüme getauscht, die häuslichen Fassadenwelten überwunden, so dass man sich ganz dem Rausch einer Ballnacht hingeben kann. Und schon arrangiert der Notar die Verwechslungskomödie wie ein Regisseur, markiert das Stubenmädchen eine Schauspielerin, die frustrierte Gattin eine Gräfin und der gelangweilte Prinz einen russischen Kosaken im Ivan-Rebroff-Stil. Die kleinbürgerliche Gästeschar wird zur mondänen Partymeute. Willkommen bei der "Fledermaus".

 
Nur kein Walzer! Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Martin Bertram   
Samstag, den 27. November 2010 um 11:05 Uhr

Nur kein Walzer!

Wiedersehen mit Thomas Blondelle in der "Fledermaus"

Von Florian Arnold

Thomas Blondelle ist in Braunschweig in bester Laune.     Foto: Arnold

Thomas Blondelle – dieser junge, begabte Tenor scheint wie geschaffen für spritzige Operetten-Inszenierungen.

Quietschvergnügt wirkt er im Gespräch kurz vor der Premiere von "Die Fledermaus" heute Abend, 19.30 Uhr, im Großen Haus des Staatstheaters. Er lacht viel, gestikuliert, scherzt – der gebürtige Belgier scheint mit sich und der Welt im Reinen. Kein Wunder: Für seine 28 Jahre hat er bereits eine beachtliche Karriere hingelegt, vor zwei Jahren den Sprung an die Deutsche Oper Berlin geschafft. Angst habe er eigentlich nur vor einer Zumutung, sagt Blondelle: auf der Bühne tanzen zu müssen. "Das liegt mir gar nicht. Blondelle-Walzer  haben  traurige Berühmtheit unter Kollegen."

 
Zwi Chinisin mit gir nix Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Martin Bertram   
Montag, den 22. November 2010 um 11:13 Uhr

Zwi Chinisin mit gir nix

Deutsche Erstaufführung der "Lebensansichten zweier Hunde" von Meng Jinghui im Staatstheater Braunschweig

Von Martin Jasper

Auch als Karate-Kämpfer ohne Fortüne: David Kosel (links) und Tobias Beyer.  Foto: Karwacz

Doch, doch, sie kommen auch drin vor, die drei Chinesen aus dem alten deutschen Gaga-Liedchen, wo man immer pro Strophe nur einen Vokal verwenden darf. Und sie tragen auch einen Kontrabass auf die Bühne, wenn auch nur aus Pappe.

Ein bisschen gaga ist das ganze Stück, eine wilde Mischung aus Kulturen und Realitätsebenen. Wir erleben auf der Bühne zwei Schauspieler, die zwei Schauspieler spielen, die zwei Hunde spielen, die zwei chinesische Wanderarbeiter spielen. Durch diese Brechung entsteht eine Distanz, die signalisiert: Wir tun gar nicht so, als könnten wir uns eins zu eins in chinesische Verhältnisse einfühlen. Wir sind deutsche Schauspieler, die das ausprobieren.

 
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